Die Haut - Spiegel Deiner Seele

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Die Haut - Spiegel Deiner Seele

Die Haut - Spiegel Deiner Seele

 

Wir alle haben eine. Wir strapazieren sie, sind unzufrieden mit ihr, freuen uns, wenn sie strahlt. Wir suchen ständig nach Crèmes und Lotionen, um ihr ein solches Aussehen zu verleihen. Haut umgibt unseren Körper wie ein Schutzschild. Unsere Haut ist unsere erste Bastion gegen Eindringlinge wie Schmutz und Krankheitserreger. Sie ist unsere Hülle, in der wir uns wohl fühlen möchten und die anderen Menschen neben unserer Gestik und Mimik einen ersten Eindruck von uns vermittelt.

Die Haut ist unser größtes Organ. Der menschliche Körper ist von etwa 1,8 m2 Haut umgeben.

Die große Oberfläche ist wichtig:

Was wir über die Haut zuführen hat den gleichen Stellenwert wie Nahrung, die wir trinken und essen.

 

Es ist daher essenziell, sich Gedanken darüber zu machen, was wir auf die Haut auftragen, denn die Stoffe werden resorbiert. Sie bleiben nicht wie ein Film auf der Haut liegen und werden einfach beim Duschen wieder abgewaschen. Und apropos duschen: Natürlich wollen wir alle angenehm duften, aber der tägliche Einsatz von Reinigungsmitteln auf der Haut ist dieser nicht zuträglich.

Der wichtige Säureschutzmantel der Haut wird in seinem Gleichgewicht gestört. Experten raten daher nur alle zwei bis drei Tage zu duschen und keine Reinigungsmittel zu verwenden.

 

Die Hydra als Vorbild - Wie unsere Haut sich erneuert

 

Die Hydra ist schon ein geniales Lebewesen. Ständig wachsen absterbende oder verloren gegangene Körperteile wieder nach. Ihre erstaunliche Regenerationsfähigkeit kommt daher, dass die Hydra beschädigte Körperzellen ständig ersetzt, statt sie zu reparieren. Dadurch gibt es fast keinen Abnutzungs- bzw. Alterungseffekt.

Die gleichen Prozesse finden in unserer Haut statt:

In der Basalzellschicht werden permanent neue Hautzellen gebildet. Sie wandern nach oben durch die Stachelzellschicht in die Hornschicht. Während dieses circa 30 Tage andauernden Prozesses werden die Zellen der Haut umgewandelt: von lebendigen Zellen mit Zellkern, Zellorganellen und Zytoplasma in Hornzellen.

Außen angekommen enthalten diese Zellen Keratin. Wir können uns vorstellen, wie wichtig das ist, denn manche Regionen wie Hand- und Fußlaufflächen sind starker Beanspruchung ausgesetzt und benötigen daher eine widerstandsfähige Haut.

 

Die Form der Zellen verändert sich während ihrer Wanderung nach außen. Die vormals kubischen Zellen werden immer flacher - bis sie in der Hornschicht als Epithelzellen vorliegen.

Diese Stoffwechselvorgänge geschehen relativ langsam, was dann von Vorteil ist, wenn die Versorgung mit Nähstoffen und Sauerstoff mal unterbrochen werden sollte.

Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Regenerationsfähigkeit unserer Haut. Deshalb kann man das Lebensalter von unserer Haut ablesen, wenn auch bei jedem unterschiedlich stark.

Wäre es nicht schön, wenn man auch im Alter die Regenerationsfähigkeit unserer Haut ankurbeln könnte?

 

 

Das geht durch und durch - Transport von Stoffen in und durch die Haut

 

Es gibt zwei Wege in die Haut: per Diffusion durch die Hautschicht ODER per Diffusion durch die Poren.

Poren sind Öffnungen in der Haut, wo Talg- und Schweißdrüsen oder Haare ihre Ausgänge haben. Diffusion durch die Poren ist nicht sehr effektiv, da der Anteil an Poren an der Hautoberfläche zu gering ist, um ein effektives Einschleusen von Stoffen zu gewährleisten. Der Weg durch die Hornschicht der Haut ist also der effektivere für die meisten Stoffe.

Die große Frage ist: „Außen herum oder durch die Zellen? Was ist besser?“

Der Weg durch die Hornzellen der Hornschicht ist mühsam und wird daher von Kosmetik- und Arzneimittelherstellern nicht favorisiert. Die Hornzellen sind zu trocken. Weder fettlösliche noch wasserlösliche Stoffe haben es leicht durch diese Zellen zu kommen.

Also drum herum. Zwischen den Zellen, da sie als lockerer Verband die äußerste Schicht der Hornhaut bilden, ist ein Weg zu tieferen Hautschichten, denn um ein Medikament oder Kosmetika bioverfügbar zu machen, muss die wesentliche Substanz dort ankommen, wo sie ihre jeweilige Wirkung optimal entfalten kann.  Bioverfügbarkeit ist eine Messeinheit, die beschreibt wieviel einer Substanz wie schnell dem Körper zur Verfügung steht. Idealerweise sind das 100%.

 

Viele kleine Helferlein

 

Wirkstoffe, die kosmetisch in die Haut verbracht werden sollen, gibt es viele. Die Haut im Gesicht ist deutlich dünner als am restlichen Körper und vermehrt Witterungseinflüssen ausgesetzt. Daher kommt hier der Hauterneuerung ein besonderer Stellenwert zu.

Je schneller sich die Haut erneuert, umso weniger sieht man ihr an, dass sie Wind und Wetter erleiden muss. Auch hier ist uns die Hydra wieder im Vorteil.

Natürlich spielen Ernährung und Lebenswandel die größte Rolle hierbei. Wer raucht, trinkt, wenig schläft und sich stresst hat auch mit der besten Crème keinen Erfolg. Da sollte man sich nichts vormachen. Der Körper ist ein System miteinander verwobener Dynamiken. Nichts kann isoliert betrachtet werden wie bei beispielsweise einer Uhr - macht ein Zahnrad schlapp, tauscht man es aus. Macht ein Teil unseres Körpers schlapp (Beispiel: Organtransplantation) kann man es zwar ersetzen, jedoch muss dann für den Rest des Lebens mit Medikamenten für Frieden im System gesorgt werden, was erhebliche Nachteile mit sich bringt.

Stoffwechsel hält das Rad am Laufen

Die Haut kann also nicht isoliert betrachtet werden. Dennoch können wir unterstützend auf ihre Regenerationsfähigkeit Einfluss nehmen. Hier kommen Enzyme ins Spiel.

Enzyme sind Biokatalysatoren, die verantwortlich sind für viele Stoffwechselvorgänge in unserem Körper. Sie schließen Nahrungsbausteine auf und machen diese so verfügbar für unseren Körper. Es sind Proteine, die andere Proteine spalten können, so zum Beispiel bei der Verdauung der Nahrung. Es gibt 5 Großgruppen von Enzymen: Peptidasen, Laktasen, Glykosidasen, Lipasen und Nukleasen. Peptidasen spalten Eiweiße in kleinere Einheiten (Aminosäuren), Laktasen spalten Milchzucker, Glykosidasen spalten Zucker, Lipasen spalten Fette und Nukleasen spalten Nukleinsäuren.

 

Unser Körper eigener Jungbrunnen - Nichts geht ohne Trypsin

 

Wir wollen uns ein Eiweiß spaltendes Enzym näher anschauen, das Trypsin. Trypsin kommt in unserem Dünndarm vor und zerlegt dort ankommende Eiweißpartikel in kleinere Einheiten. Haben wir einen Mangel an Trypsin ist das langfristige Resultat Mangelernährung aufgrund von Eiweißmangel. In der Haut kommt Trypsin ebenfalls vor. Es sorgt hier für die Bindung der Hautzellen in der Oberhaut untereinander.

Trypsin deaktiviert schädliche Mikroorganismen, wie Bakterien und Viren, welche aus Proteinen bestehen. Als Biokatalysator beschleunigt Trypsin zellerneuernde Prozesse in der Haut, was zu einer strahlenden Haut führt.

 

Der Jungbrunnen lässt sich anheizen

 

Auch bei Lebewesen, die in sehr kalter Umgebung leben, unterstützt Trypsin die Bioprozesse aktiv.

Interessant dabei: Das Enzym aus der Kälte erfährt eine Steigerung seiner Aktivität,

wenn es auf höhere Temperaturen stößt, zum Beispiel bei menschlicher Körpertemperatur.

Schleusen wir also Trypsin in unsere Haut ein, so beschleunigen sich unsere Hauterneuerungsprozesse. Hautunreinheiten, Falten und Pigmentstörungen gehen zurück.

Die Haut ist wie neu.

 


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